KOLUMBIEN - MYTHEN, MÁRQUEZ, CARTAGENA

VON DER HÄNGEMATTE IM DSCHUNGEL DER  "CIUDAD PERDIDA" IN DIE LUXUSHOTELS DER PRACHTVOLLEN SCHÖNHEIT CARTAGENA DE INDIAS

Als ich 2013 zum vierten Mal nach Kolumbien reiste, diesmal in der Absicht, in der Sierra Nevada de Santa Marta an meine vermeintlichen Konditions-Grenzen zu wandern, hat meine Umgebung nicht sofort reflexartig die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, denn: Kolumbien hat sich seit ca. 2002 wieder einen verdienten Platz unter den Top-Destinationen in Südamerika erarbeitet. Die FARC und auch die Regierungstruppen - des Terrors müde - ringen seit Jahren um Frieden, und  am 24.8.2016 war es so weit: In Havanna/Kuba wurde das Ende des längsten Guerilla-Krieges Lateinamerikas verkündet.

 

Während all meiner Reisen durch Kolumbien habe ich von diesem Terror nicht wirklich etwas bemerkt - außer verstärkte Militärpräsenz an neuralgischen Punkten. Natürlich gilt auch hier: Wenn man Probleme will, kriegt man auch welche. Also, keine Drogen kaufen, anfragen, konsumieren, nicht um Mitternacht in finsteren Ecken einer Stadt flanieren sondern lieber eine Bar auf der Plaza in den vielen, schönen Dörfern und Städten heimsuchen und dort ein "Club Colombia" genießen oder zwei. Großzügig Trinkgeld hergeben,  auch mal Nein sagen aber oft auch Ja, z.B. wenn Frauen und Männer ihre schönen Handwerkskunststücke anbieten oder eine Tour zu Pferd in San Agústin oder wenn ein Straßenmusiker ein Lied darbietet. An allen Ecken und Enden wird  "Tinto" angeboten und getrunken. Das ist kein Rotwein sondern ein Tässchen schwarzer Cafe, ziemlich dünn, aber dafür mit viel Zucker gesüßt. Wenn Sie den Film "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" gesehen haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass Florentina Ariza, der liebestolle Protagonist, ständig Tinto trinkt. Man verträgt von diesem Getränk gut und gerne 10 Becher pro Tag, vorausgesetzt man ist kein Diabetiker.

 

Kolumbien ist ein Füllhorn für alle Reisende: üppige Strände, wenn man möchte menschenleer oder mit Party so wie rund um Cartagena,  prachtvolle Kolonialstädte, spektakuläre Gebirge, die durchaus auch zu erwandern sind, grandiose Flüsse mit badetauglichen Temperaturen, freundlich-zuvorkommende, lebenslustige Menschen - fünf Kolumbianer und Kolumbianerinnen in einem Raum bedeuten unweigerlich eine Party - Salsa, Literatur, Goldmuseum, perfektionierte Handwerksunst allerorts...für jeden noch so erlesenen Geschmack hat das Land der Smaragde etwas zu bieten.

 

Dieser Bericht beschreibt das fünftägige Trekking zur "Ciudad Perdida" - "Die verlorene Stadt"  von der Küstenstadt Santa Marta über das Dorf  El Mamey zu den beeindruckenden - mehr als 1000 Jahre alten - Ausgrabungen mitten im kolumbianischen Dschungel am Fuße der schneebedeckten Sierra Nevada de Santa Marta.

Und von dem schönen Gefühl, es geschafft zu haben, um dann nach der Wanderung im kolonilaen Luxus von Cartagena de Indias zu schwelgen.

Der Kontrast zwischen überwältigend schöner Natur in den Bergen und der vor Hitze flirrenden, in der Kolonialzeit vor Reichtum nur so strotzenden Karibik-Stadt Cartagena de Indias, könnte größer und spannender nicht sein.

 

 

SANTA MARTA wurde von den spanischen Eroberern 1525 als erste Stadt Kolumbiens gegründet. Die weiße Kathedrale gilt als älteste Kirche Kolumbiens und als einer der ältesten Kirchen Lateinamerikas.
SANTA MARTA wurde von den spanischen Eroberern 1525 als erste Stadt Kolumbiens gegründet. Die weiße Kathedrale gilt als älteste Kirche Kolumbiens und als einer der ältesten Kirchen Lateinamerikas.

Die Trekking-Tour zur "Ciudad Perdida" führt von El Mamey, ca. 23 km pro Strecke,  zu Fuß durch den kolumbianischen Dschungel bis zu den Treppen, die hinauf führen zum Zeremonien-Zentrum der Tayrona. Insgesamt also ca. 46 km - das mag nicht so dramatisch anmuten - aber eine Tagestemperatur von ca. 28-32°C  in der Trockenzeit (Richtung Ausgrabungen entsprechend kühler, da die "Verlorene Stadt" auf ca. 1000 m Seehöhe liegt) und eine Luftfeuchtigkeit von über 80% macht die Wanderung zu einer extrem schweißtreibenden Tour.

 

Die "Verlorene Stadt"  wurde erst 1973 von Grabräubern, auf der Suche nach Gold, durch Zufall gefunden. 1975 wurde "Ciudad Perdida" offiziell als Archäologische Ausgrabungsstätte wiederentdeckt. Erst 1984 gab es erste Wanderungen mit Touristen. Heute ist das Gebiet ein Indígenas-Schutzgebiet und gehört drei Gruppen: den Koguis, Arhuacos und Arsarios, die dort auch noch leben und einen Teil der Eintrittsgelder bekommen.

Entlang der Wanderstrecke befinden sich Militärposten, die für zusätzliche Sicherheit der Tourengeher sorgen  - es ist außerdem sehr empfehlenswert, diese Tour nicht auf eigene Faust zu unternehmen, sondern entweder in Taganga oder Santa Marta bei einem lokalen Tour-Operator zu buchen.

Es werden Touren mit drei, vier oder fünf Übernachtungen plus Vollpension angeboten. Gekocht wird in Dschungelcamps auf traditionellen Lehmöfen. Ich habe mich für die Viernächte- und Fünftages-Tour entschieden, da ich genügend Zeit zum Verweilen an den vielen magischen Orten haben wollte.

 

Tag 1: Guiseppe, Jeep und El Mamey

Am frühen Morgen im Februar 2013 treffe ich in meinem - sagen wir Vertreterhotel - Guiseppe, ein glutäugiger, junger Mann mit pechschwarzem Haar, man könnte meinen ein waschechter Colombiano, nein, er ist Schweizer und kam als Volunteer nach Bogota, um in den wenig charmanten Vororten der ca. Acht-Millionen-Stadt, zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Der Liebe wegen beschloss er, in Kolumbien zu bleiben.

Am Morgen also im Hotel Geldübergabe, Beschreibung der Tour, kurze Rucksackkontrolle. Frau muss wissen: es gibt keine Träger, Frau trägt den Rucksack selbst und so bekommt die Frage "Bist du sicher, dass du das alles brauchst?" eine gewichtige Bedeutung. Es gibt wohl Tour-Begleiter, die gegen Aufpreis Mulis anbieten, die einem den Rucksack hinterher schleppen, ich fand das unsportlich. Daher: diese Hose noch raus, keine hübsche Bluse, wozu auch, ein Tiegel Hautcrème tut es auch und wozu Haargel? Es wird ohnehin verklebt mit Schweiß, aber dazu später.

 

Wenige Minuten brachte mich Giuseppe zur Tour-Zentrale, ins nahe gelegene Hotel Nueva Granada - der Begriff Hotel ist wohl etwas zu hoch gegriffen für das halbwegs abbruchreife, gelbe Haus, in dem man aber günstig übernachten und frühstücken konnte.  Hier traf ich meine fünf Begleiter. Unsere illustre Truppe bestand nun aus mir, drei weiteren Wander-Touristen, einem Koch und einem Bergführer. Wobei sich die Aufgaben des Kochs und des Bergführers immer wieder überschnitten, egal, alle waren sie sympathische und fröhliche Wegbegleiter. Und die beiden haben kaum geschwitzt und ihre T-Shirts waren stets von einer bestechenden Sauberkeit.

 

Einen kleinen Schrecken verpasste mir allerdings Marisel, eine junge, eloquent-charmante, sehr sportliche Frau und Mitwanderin aus Medellin: Sie erschien in einem leichten Neopren-Anzug mit superleichtem Gepäck und Trinksack. Später stellte sich heraus, dass der einzige Luxus, den sie auf diese Tour einpackte, in einem Spezial-Haar-Wasser bestand um ihre dunkle Lockenpracht auch bei Flussdurchquerungen und Regenfällen zu bändigen. Jetzt tat es mir schon leid, dass ich auf der Mitnahme meiner 400seitigen Reiselektüre bestand. Und überhaupt? Bin ich fit genug oder drehe ich jetzt lieber um? So teuer war's ja dann auch wieder nicht.

 

Zu spät - der Jeep fuhr vor, wir wurden reingeschubbst und los ging es. Zwei Stunden wilde Fahrt über bestenfalls Schotterpisten, schon eher Felsstraßen, die Landschaft wurde immer steiler, der Jeep immer heißer, die Fahrgäste immer stummer.

 

Dann das Schild "El Mamey" - mir wurde auch unter der Hand mitgeteilt, der richtige Name des Dorfes sei "El Machete", weil Streitigkeiten kurz und unkonventionell beigelegt wurden. Aber das Dorf erschien mir völlig ruhig, friedlich und vor sich hindösend. Mit Ausnahme der Tage, an denen die Wanderer von der Küste anreisten und die Köche die Mulis mit Lebensmittel anpackten.

 

Wir bekamen noch ein paar Orangen in den Rucksack, einen kleinen Snack und ein Refresco und ab ging es. Als wir losmarschierten stand die gnadenlose Sonne schon am Mittagshimmel.

 

 

Abfahrt in Santa Marta, Marisel und Silvia im Jeep. Ab geht die wilde Fahrt. In El Mamey herrscht Frühverkehr. Proviantverladung im Dorf.

Der erste, sanfte Anstieg war mild, vorbei an Kuhweiden, Kogui-Dörfern, über sattgrüne Wiesen, gesäumt von Bächen und übersät mit exotischen Blüten und dann:

ein Bad in einem Fluss mit natürlichem Schwimmbecken, locker 30 Meter lang, das Wasser gewiss 26 °C, reingehüpft, Marisel hatte einen Schnorchel dabei! Ein herrlich-entspanntes Vergnügen. Wir wurden zeitlimitiert auf ca. 30 Minuten, und bald wusste ich auch warum: der bevorstehende Anstieg hatte es in sich. Etwa zweieinhalb Stunden lang ging es steil bergauf über einen felsig-orange-roten Schlammweg, Flußdurchquerung, Schweiß trieb aus allen Poren. Der Rucksack unendlich schwer, es wurde leiser in der Gruppe. Der Koch und der Bergführer: sauberes T-Shirt, bestens gelaunt.

Ich: Frisur dahin, Schminke sinnlos, bis auf die Haut durchnässt.

 

Es ging noch ca. zwei Stunden so weiter, jeder war bei seinen Gedanken und bei der Atmung, zwischendurch ein Verkaufsstand, wo uns heißer kolumbianischer Kaffee, nicht zu stark aber dafür sehr süß, zum Verkauf angeboten wurde. Keiner wagte es, ein Bier zu nehmen. Und überhaupt bereute wohl jeder die eine oder andere Kaloriensünde, die es jetzt hochzuschleppen galt, außer Marisel: flink und strahlend. Sie machte die Tour schon zum zweiten Mal. Caramba la Colombiana!

 

Dann endlich! Ich erahnte das erste Lager - unser Fünfsterne-Hotel! Keine vergoldeten Wasserhähne, aber eine Hängematte in der freien Natur, alle Schattierungen von Grün und ein paar Stunden Zeit, um in der Hängematte die Seele zufrieden baumeln zu lassen. Die erste Etappe war geschafft und wenig später die Gerüche aus der Küche, die Koguis haben Lebensmittel angeliefert, die großen, weißen Baumwollsäcke auf den Schultern und schnatternd in einer Sprache, die ich nicht annähernd verstand.

Unser Koch zauberte ein Gala-Dinner, dann ging es früh in die Hängematte. Der Tag im Dschungel beginnt vor Sonnenaufgang, mein Hängematten-Nachbar begann mit dem Schnarchen gleich nach dem Zubettgehen.

Smaragdgrüne Flüsse laden zum Baden ein. Nach dem ersten, steilen Anstieg gibt's Cafe vom Kiosk. Bezug der Zimmer - welche Hängematte nehme ich?

Ein Militärposten am Wegesrand, die Soldaten sind stets freundlich und zuvorkommend, bisschen gelangweilt auch. Die Küche im "Hotel Dschungel". Die rot-braune Wanderrinne ist erst der Anfang...

Tag 2 und 3:

Nach einer kurzen Nacht - die Aufwühlung und Aufregungen des ersten Tages und die Schnarchgeräusche meines "Bett"-Nachbarn sorgten für kleine Unterbrechungen - Tagwache um 4.30 Uhr. Nur für mich und für unseren Koch. Ich wundere mich, wie er aus wenigen Lebensmittel so gutes Essen kreiert. Aus der Küche schmiegte sich ein Geruch aus Kaffee und Zimt um meine Nase. In der Küche bereitete man schon dieses kolumbianische Lebenselixier vor, schwarz, im Aluminiumtopf vor sich hin brauend und köchelnd, mit Zimt verfeinert und mit Zucker angereichert.

Eine Stunde später dann Gemurmel und Bewegung in den Hängematten. Und noch vor dem Frühstück gab es dann für ganz Übermütige: eine kleine Wanderung zu einem nahe gelegenen Wasserfall. Tosend und glitzernd in der Sonne lag das Naturschauspiel vor uns. Nach der ersten Stärkung des Tages mit Früchten, Huevos in allen Varianten und selbstgebackenen Brotfladen, ging es weiter, Etappe zwei. Wie Etappe eins: gehen, schwitzen, staunen, lachen. Am Nachmittag trafen wir ein im zweiten Lager, und ich staunte nicht schlecht als ich an der Lichtung neben einem kleinen Fluss schweißgebadet eintraf: ein Lager mit Holzgestellen und Matratzen, mitten im Dschungel.

Ich vertrieb mir die Zeit, nein, ich wollte diese schöne Zeit hier gar nicht vertreiben - ich genoss die Zeit auf einer der improvisierten Holzbänke sitzend und las. Abends dann wieder dieses herzhaft-einfach-gute Abendessen, gezaubert von unserem Koch, dann noch ein wenig Karten spielen und früh auf die Matratze, mein Schlafsack kam mir gerade recht, lieber da drauf liegen, in wenigen Sekunden übermannte mich ein tiefer, kurzer Schlaf. Denn frühmorgens wurde ich geweckt von Gekicher, vermischt mit den Geräuschen des Waldes. Ein paar Kogui-Frauen sind vorbei gekommen und gestellten sich zu uns, ein Trätschchenen,  einen Cafecito...ich stand auf und über mir: ein grandioser Sternenhimmel, die warme Luft, friedliches Grummeln in den Matratzen, und wenig später wieder der Gruß aus der Küche: Duft von frisch gebrühtem Cafe.

 

Danach folgte die rudimentäre Körperpflege, mit wie wenig man auskommen kann, im Fluss gleich neben unserem Lager, taufrisch lag die Natur rund um uns und dann ging es weiter. Wenn das Wetter mitspielt, sagte man uns, dann geht es heute noch vor Sonnenuntergang hinauf zu den Tempeln von "Teyuna", wie die Tayrona die "Verlorene Stadt" nennen, hinauf zu "Mutter Erde".

Tag 4: nach einer rauschenden Nacht 1200 Stufen bis zum Ziel

Der Wettergott meinte es nicht so gut mit uns denn als wir unser Zeltplanen-Lager am Fluss unter der "Ciudad Perdida" am frühen Nachmittag erreichten, verdunkelten dramatische Regenwolken die Szenerie. Und diese Wolken machten ernst. Es begann unaufhörlich zu regnen, dann zu schütten, stundenlang. Der Fluss, der unser Lager umspülte, wurde wilder und breiter und toste bedrohlich. Es wurde kühler.  Es war nicht an einen Aufstieg zu denken. Unsere Crew war darauf vorbereitet: wieder gab es schwarzen Cafe und dazu Popcorn, im Topf gemäß "metodo artesanal" zum Springen gebracht, mit viel Butter und Salz versehen, und wieder Lesen, Karten spielen und ein Bergführer, der uns im Lager erwartete, begann, Witze zu erzählen, an die 50 Episoden hatte er locker parat. Und irgendwann haben alle Wartenden mit dem Unterhalter mitgelacht, egal ob man das Spanisch verstand oder nicht, die Stimmung war heiter. Und so gewappnet ging es in das Stelzen-Lager, hoch gebaut, der Fluss!

 

Was für eine Nacht! Es schüttete unaufhörlich, der Fluss war zu einem Strom angewachsen und stürzte knapp an unserem Zeltlager vorbei, die bereitgestellten, dicken, schweren Decken nahmen wir nur zu gerne in Anspruch. Es war, hier auf 800m Seehöhe, empfindlich kalt geworden. Ab 3.00 Uhr morgens war an Schlaf nicht mehr zu denken, ich hatte Angst, weggespült zu werden und fragte mich: Ist der Aufstieg heute möglich?  Unser Koch war auch schon wach, ich ließ anklingen, ob ich denn nicht umsonst den ganzen Weg gegangen wäre - er meinte nur: "Um Punkt 4.00 Uhr hört der Regen auf".

Und er hatte recht behalten. Um 5.00 Uhr morgens gingen wir los. Bald wärmte und trocknete uns die Sonne, die Natur dampfend, brodelnd, wir gingen durch mystischen Urwald, eine überbordende Flora und Fauna, es wurde besinnlich im Grüppchen, denn wir erreichten über die 1200 Stufen das großartige Heiligtum der Tayrona, die "Ciudad Perdida", hochentwickelte Stadt, quirliger Handelsplatz, Regierungssitz und spirituelles Zentrum für damals ca. 1400-3000 Menschen, die bis ca. 1600 hier leben konnten aber dann von den Conquistadores fast völlig vernichtet wurden.

 

 

 

 

Bei guter Sicht am Morgen oder am frühen Vormittag kann man vom Gegenhang des Zeremonienplatzes der "Ciudad Perdida" die Karibik sehen.

 

Hier oben zu stehen, den Blick schweifen zu lassen, die von Kräuterduft geschwängerte Luft einzuatmen, diese großartige Anlage zu bewundern, ist ein erhabenes Gefühl.

 

Die Tayrona haben  auf 1000 m Seehöhe eine versteckte, komplexe Stadt mit Bewässerungssystemen und Landkarten, in Steine gehauen, gebaut. Einige Häuser haben vor ihren Türen Waschbecken. Man vermutet, dass diese Becken zur Reinigung vor einer Messe dienten.

 

Dieser Anblick und der Rundgang durch eine überaus mystische Stadt entschädigt für alle Mühen, die der Aufstieg mit sich bringt.

 

Tag 5 und zurück nach El Mamey

Verzaubert und glücklich, dies erlebt zu haben, ging es zurück in unser Zeltlager, Mittagessen und dann die ganze Strecke retour. Diesmal ohne langes Verweilen zum Baden, und mit einer geplanten Nächtigung, marschierten wir mit zügigem Tempo zurück zum Dorf El Mamey. Die schöne Natur zog noch einmal an uns vorbei, mit all den Erinnerungen im Herzen und Vorfreude kam in mir auf:

Der Zieleinlauf in El Mamey!

Und wahrlich, als wir nach der Tour die schon bekannte rot-matschig-steile "Straße" runtergingen, entfaltete sich Euphorie. Geschafft!

Und das kühle Bier in El Mamey, unbeschreiblich köstlich. Die Rückfahrt im bunten Jeep kam mir nicht mehr holprig vor sondern ausschließlich abenteuerlich lustig.

Und vor mir lagen Tage in einer der schönsten Städte Lateinamerikas: an der türkisblauen Karibik gelegen, von dicken Stadtmauern umgeben, einst begehrliches Ziel von Piraten, dann Zweitwohnsitz von Gabriel García Márquez, für viel zu wenige Tage mein Wohnsitz im "Casa del Curato", seit langem UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt:

CARTAGENA DE INDIAS.

 

 

AUCH DIE KINDER UND DAS HAUSSCHWEIN GEHEN NACH HAUSE...
AUCH DIE KINDER UND DAS HAUSSCHWEIN GEHEN NACH HAUSE...

WAS SIE FÜR DAS TREKKING ZUR "CIUDAD PERDIDA" BENÖTIGEN:

 

- gute Kondition, wer aber regelmäßig schwimmt, wandert etc., kann die Tour gut schaffen

- min. 1 Woche Zeit

- Kamera, Mobiltelefon? 2013 gab es noch keine Mobiltelefon-Verbindung

- eine leichte, schnell trocknende, locker sitzende Wanderhose

- 2 leichte, schnell trocknende Wander-Shirts/Blusen/Hemden

- 1 langärmeliges Shirt für den Abend und/oder als Pyjama

- 1 leichte, lange Hose für den Abend (Moskitos)

- gute Wander/Trekking-Schuhe, die sich nicht sofort auflösen wenn sie nass werden

- 1 leichter Schlafsack

- 1 Paar Sandalen, Flip-Flops etc. für das Lagerleben

- Sonnencreme, Sonnenhut

- Insektenschutz

- kleine Reiseapotheke/persönliche Medikamente (die Bergführer haben eine Grundausrüstung dabei)/Hygieneartikel

- 1 kleines Handtuch

- Lesestoff, denn bei der 4Nächte/5Tage-Tour hat man nachmittags doch Zeit zum Lesen, aber ein dünnes Buch reicht aus

- Taschenlampe

- Kleingeld, um vor Ort ein Bier oder kleine Süßigkeiten zu kaufen

- ein paar Brocken Spanisch öffnen Türen, sind aber nicht unbedingt erforderlich - man trifft ohnehin auf alle Nationalitäten

 

Wanderschuhe von höchster Qualität sind z.b. von HAIX "BLACK EAGLE"

Guter Wanderrucksack mit geringem Eigengewicht: TATONKA SKILL 30.

 

z.B. erhältlich bei Army-Warehouse mit Shops in Linz, Wels und Steyr oder Online:

 

 

http://army-warehouse.com/231-black-eagle-serie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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